20. Dezember 2009

Der Winter ist da!

Letzte Woche hat es begonnen zu schneien. Dabei hatte der Wetterbericht gar nichts davon gesagt. Eines Morgens ziehe ich den Rollladen im Schlafzimmer hoch und sehe... weiß!

Auf dem Weg zur Arbeit das Übliche „Drama“ des Wintereinbruchs: Ein paar wenige Schneeflocken, und bei einigen Autofahrern bricht die unkontrollierte Panik aus. Winter! Schnee! Huch, ich hab ja noch Sommerreifen drauf! Nicht etwa, dass diese gewissen Verkehrsteilnehmer dann zu Hause bleiben, oder vielleicht ein öffentliches Verkehrsmittel nutzen, nein - sie setzen sich ins Fahrzeug, mischen sich unter den bis dahin noch rollenden Verkehr und bringen diesen zum Erliegen. So benötige ich an diesem Morgen, statt der üblichen zwanzig Minuten, mehr als eine Stunde.

Egal. Es schneit. Der erste Schnee im Jahr, und ich überlege amüsiert, ob ich das alte Ritual zwischen meiner Schwester und mir auch in diesem Winter fort führen soll: Bei der allerersten gesichteten Schneeflocke schellt das Telefon, entweder bei ihr, oder bei mir, je nachdem, welche Schwester die schnellere ist. Die Angerufene hebt den Hörer ab und bekommt völlig ohne Vorwarnung ein herzhaftes „Bei uns schneit’s!!!“ ins Ohr gebrüllt.

Dieser Gedanke muss irgendeinem Ablenkungsmanöver zum Opfer gefallen sein und wühlt sich erst jetzt, beim Schreiben dieser Zeilen, wieder an die Oberfläche. Ich habe sie nicht angerufen. Dieses Jahr stecke ich fest zwischen normaler Arbeit, jobben auf dem Weihnachtsmarkt und vielen anderen Dingen, die in meinen arbeitsreichen Tagen nach Erledigung schreien.

Sie hat auch nicht angerufen. Geht es ihr genauso? Sicher steckt sie genauso im Stress wie ich. Das ist das erste Mal, dass wir dieses Ritual ausfallen lassen, und ich finde das schade.



Ich nehme mir Zeit, noch vor Weihnachten, um einen schönen Abend mit meiner Schwester zu planen. Genau. Vielleicht im Januar. Ganz ohne Zeitdruck. Ich hatte ihr das zum runden Geburtstag im November geschenkt, auch da schon im Zeitstress, mit der Erklärung, dass ich ihr Vorschläge schicken werde, von denen sie sich etwas aussuchen darf. Bis jetzt habe ich das nicht gemacht, ich kam nicht dazu… aber nun zeichnet sich das Ende des Marktes ab. Das bedeutet, ich werde wieder Zeit haben!


Ich freu mich drauf!

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