28. Februar 2010

Nochmal Trostblumen...

... und diesmal kommen sie von Schatzi, weil ich so tapfer war. Seit Freitag Nachmittag bin ich wieder zu Hause, die OP ist gut gegangen!

Am Samstag haben wir das schöne Wetter für einen kleinen "Schlampertag" in Stuttgart genutzt. Ja, diese Schwaben - kaum arbeitet man mal nicht, ist man gleich ein Schlamper :o) 

Das Wetter war aber auch toll! Vor lauter Schauen und Bummeln haben wir völlig die Zeit vergessen, und Ratz-Fatz war es fast Abend. Frisch operiert und Arm in der Schlinge, das ist nicht gerade die beste Voraussetzung für einen Stadtbummel, die Rechnung wurde auch am gleichen Abend präsentiert, aber so ein Wetter muss man einfach nutzen. Dass heute, am Sonntag, nicht der ideale Tag für sowas war, hat uns ja Xynthia gezeigt.

Daüber bin ich also gestern gestolpert: Ein paar Ansteckblümchen, ein Fotobuch, Salz-und-Pfeffer-Behälterchen. Am Abend gab es lecker Eingelegtes und ein selbst gebackenes Brot. Und alles schön geschient. 


Nur noch 11 Tage, dann werden die Fäden gezogen und die Schiene kommt wieder weg. Morgen sind es nur noch zehn. Ich kann es kaum erwarten.
 

22. Februar 2010

Montagsfreuden 22. Februar



Darauf freu ich mich schon seit heute morgen :o) Bestimmt hab ich schon wieder ein paar kleine Freuden vergessen, aber das macht gar nichts. Und darüber habe ich mich heute besonders gefreut:

Heute war der 3.000ste Besucher hier!

Ich bekomme immer öfter netten Besuch auf meinen Blogs, der auch noch nette Kommentare da lässt.

Ich hab mein Banner ein bisschen nach der Jahreszeit umgestaltet. Schön grün. Ich liebe grün!

Mein heutiger Spaziergang war sehr stramm, und die Luft war so lau, und die Sonne hat sich auch sehen lassen.

Ich habe mein Frühlingswichtelpäckchen auf den Weg geschickt :o)

Gleich brodelt mein Lieblingstee in der Kanne, und dann wird der Abend gemütlich.

19. Februar 2010

Toskanische Türen

Es wundert mich überhaupt nicht, dass in Italien die Kunst so einen hohen Stellenwert hat. Diese Fotos - mal wieder Lieblingstüren - sehen aus wie Gemälde. Nicht etwa, weil ich so ein toller Knipser bin, nein, einfach nur, weil diese Wände so sind wie sie sind, weil der Blumentopf da eben steht, und weil die Türen so aussehen wie sie aussehen.

Das ist Inspiration pur, an allen Ecken und Enden. Machen die Italiener das mit Absicht? Wurde der Platz für den Blumentopf mit Bedacht ausgesucht? Oder passiert sowas aus Intuition?

Ich denke manchmal, wenn jedes Volk nur die Aufgabe hätte, das zu tun, was es am besten kann, dann wäre die Aufgabe der Italiener mit Sicherheit der Schönsinn.

Diese Bilder inspirieren mich zum Malen... aber so schön, wie die Wirklichkeit in diesem Fall ist, würde ich kein Bild malen können.

18. Februar 2010

Noch schnell ein Zitat...

... das ich gerade gefunden habe. Es stammt vom Dalai Lama, den ich sehr verehre.


Liebe ist das Herz einer jeden Religion.
Wenn wir der Welt mit Liebe begegnen,
sind wir nicht nur selbst glücklich - die Welt wird auch eine andere sein.

Gut's Nächtle zusammen :o)

 

17. Februar 2010

Trostblumen für mich selbst


Prima. Hier sitze ich also, Verfechterin einer positiven Sicht auf die Welt, und ärgere mich. Über das, was der Doc heute zu mir gesagt hat. Über den ins-Wasser-gefallenen Wochenendtrip zum Carnevale di Viareggio. Über dieses blöde Timing, das den ganzen Mist, der nun wiederholt auf mich zu kommt, überschattet.

Nein, es ist nichts wirklich Schlimmes. Nichts, was man nicht hinter sich kriegen könnte. Aber ich schlucke noch dran herum, weil ich das nicht erwartet hatte. Weil mein neuer schöner gut bezahlter total interessanter Job nun wohl doch nicht zum 1. März starten kann. Weil ich nun nochmal 4 Wochen krank geschrieben sein werde. Weil ich wieder 2 Wochen mit ohne brauchbarer Hand alles mögliche nicht tun kann. Weil. Weil. Weil.

Logisch darf ich mich ärgern. Ich darf auch schimpfend und tobend durch die Bude stampfen und Kraftausdrücke von mir geben. Das ist nicht mein Problem. Aber hier sind zwei Dinge gefragt: Geduld und Annehmen. Geduld ist ja nun gar nicht mein Ding (obwohl ich in den letzten Jahren in dieser Hinsicht wirklich viel dazu gelernt habe), und das mit dem Annehmen... hm... das dauert noch ein Weilchen (somit sind wir wieder bei der Geduld *g*).

Mal drüber schlafen. Vorher noch ein paar schöne Dinge basteln. Vielleicht malen. Meinen Lieblingstee aufbrühen.

Und heute Abend noch mit nem lieben Menschen drüber reden. Und mich dann langsam besser fühlen.

Mein Blick fällt gerade auf den rosafarbenen Blinky in meiner Seitenleiste: Das Leben ist nicht dazu da, dass man irgendwo ganz versteckt drauf wartet, dass der Sturm aufhört, sondern dazu, dass man lernt, im Regen zu tanzen.

Der Sturm wütet seit zwei Jahren ganz schön, mal heftiger, mal weniger heftig. Da krieg ich das jetzt auch noch auf die Reihe.

Und jetzt
Trostblumen.
Für mich. 
Und für alle, die sich heute geärgert haben.



15. Februar 2010

Montagsfreuden



Heute habe ich mich über viele Dinge gefreut:

Der Sonnenschein, der den Tag so hell und freundlich gemacht hat.

Eine Inspiration, die ich gleich umgesetzt habe (demnächst auf meinem anderen Blog zu sehen).

Ein netter Mailkontakt zu einer Bloggerin, in dem sie mir meine Fragen so prompt und nett beantwortet hat.

Die Durchsicht meiner Fotos, die ich gestern auf dem Fasnetsumzug in Weil der Stadt gemacht habe und die Feststellung, dass ein paar wirklich gelungene Aufnahmen dabei sind.

Ein Anruf von einem guten Bekannten, von dem ich lange nix gehört habe.

Die Feststellung, dass ich hier seit heute zehn Leser habe!

Die Aussicht auf einen gemütlichen Abend mit Wannenbad, danach heißem Tee und einer DVD. Oder vielleicht doch Kölle Alaaf. Mal sehen :o)

Da sag noch einer, Montage seien doof. Ich finde, der Montag ist genau so ein Tag wie alle anderen. Kommt doch immer drauf an, was man mit so einem Tag macht, gell :o)

Übrigens: Wer die Montagsfreuden auch in seinem Blog posten möchte, darf sich dafür gerne das Bildchen von oben mopsen!  Es gibt keine feste Anzahl von Freuden, die man aufzählen muss - schreib einfach auf, worüber du dich gefreut hast!

In deinem Leben wird das größer/mehr, das von dir die meiste Aufmerksamkeit erhält. Is doch wohl klar, dass wir unsere Aufmerksamkeit lieber schönen Dingen widmen :o)

11. Februar 2010

Katzenwinter

Wir haben (nach einer grauen dunklen Tauwetterwoche) wieder Schnee!

Unsere Flora wollte sich das heute morgen unbedingt mal wieder aus der Nähe ansehen und hat meine Wohnungslüftungsrunde genutz, um sich neugierig auf den Balkon zu schleichen. Natürlich hat sie sich kalte Füße geholt und ihren Entschluss gleich bedauert. Jetzt sitzt sie wieder auf ihrem Lieblingsplatz auf dem warmen Fensterbrett im Wohnzimmer. Von da aus schaut sie aus sicherer Entfernung zu, wie die anderen Katzen durch den Schnee stapfen :o) Früher hat sie das auch gemacht, aber jetzt ist sie eine betagte Dame, immerhin wird sie dieses Jahr 18, und da befinden sich Lieblingsplätze in Heizungsnähe.

8. Februar 2010

Den Winter austreiben?

Massen von Narren sind gerade überall dabei, den Winter austreiben zu wollen. Aber dieses Jahr ist der Winter besonders hartnäckig – so einfach lässt er sich nicht wegschicken!

Der Winter tut sein Bestes, um uns endlich mal wieder zu zeigen, was er drauf hat, und das seit vielen Wochen. Er schenkt uns wundervolle weiße Landschaften, die zum Spazieren gehen einladen, gefrorene Seen und Bäche, Pisten zum Schlitten fahren, kuschlige Abende mit Glühwein, heißer Schokolade oder dem Lieblingstee und so viel mehr.

Freuen wir uns darüber?

Sicher, der eine oder andere freut sich noch immer drüber, auch jetzt im Februar noch. So wie ich. Aber da gibt es die anderen, die über die weiße Pracht gar nicht glücklich sind. Sie ärgern sich. Über’s Schnee schippen. Über die Kälte. Über alles mögliche, das ich nicht so nachvollziehen kann und deshalb die Argumente vergessen habe. Entschuldigung. Ich kann nichts dafür. Ich gehöre zu denen, die sich auch jetzt, Mitte Februar, immer noch über jedes Flöckchen, das vom Himmel schwebt, freuen. Die es bedauern, wenn Tauwetter einsetzt und dafür sorgt, dass die Tage grau und matschig sind. Natürlich bin auch ich zum Schnee schippen eingeteilt, und das ist wirklich eine anstrengende Sache. Aber wie alles Unangenehme geht auch das vorbei, und nach dem Schnee schippen (und der danach einsetzenden totalen und allumfassenden Erschöpfung) stellt sich doch tatsächlich ein Wohlgefühl ein. Und das kann man dann wieder genießen.

Der beste Spruch, den ich in der letzten Woche gehört habe, kam von der Lieblingstochter: „Ich will jetzt endlich Sommer!“ „Kind,“ hab ich gesagt, „Sommer kommt erst in vier Monaten.“ Das wäre ja so, als würde jemand mitten im August auf einmal schlecht gelaunt den sofortigen Beginn der Weihnachtszeit fordern. (Ok. Kurz danach dürfen wir uns ja bereits an Spekulatius in den Supermarktregalen erfreuen.) Aber du verstehst, was ich meine.

Wer den Winter nicht mag, der mag ihn nicht. Besser dran ist auf jeden Fall der, der auch an ungeliebten Umständen etwas findet, das er mögen kann. Sich über Dinge zu ärgern, die man nicht ändern kann, frisst unnötig Energie. Da fällt mir doch ein, was der Theologe Friedrich Oetinger dazu gesagt hätte:

Gib mir Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann;
gib mir den Mut, Dinge zu ändern, die ich zu ändern vermag,
und gib mir die Weisheit, das eine vom andern zu unterscheiden.

Den Winter können wir nicht austreiben, der bleibt, so lange er will. Also nehmen wir doch seine Angebote an und machen was draus!



2. Februar 2010

Heute ist Lichtmess :o)

Gestern habe ich ja einen Wohnungsrundgang gemacht, mit dem Zweck, meine Weihnachtsdeko einzusammeln und im Keller verschwinden zu lassen. Damit war ich ziemlich erfolgreich.

 
Die dürfen jetzt bei mir blühen: Hyazinthe, Orchidee und Tulpen. Sind das Farben? (Auch wenn sie sich  mit dem Hintergrund beißen, den ich gewählt habe *g*)

Ansonsten stelle ich fest, dass ich zurzeit ganz schön viele Einträge hier tätige. Ich glaube, ich habe viel zu viel Zeit. Das liegt daran, dass ich seit fast zwei Wochen zu Hause bin und mir langsam die Decke auf den Kopf fällt. Weil ich die Hand immer noch schonen muss und nichts von dem machen kann, was ich gerne machen würde. Außer malen, immerhin. Aber ich möchte viel lieber nähen, raus gehen, fotografieren und wasweißichnochalles. 

Morgen werden die Fäden gezogen. Mal sehen, was mein Doc sagt - ob er mich lobt, oder ob er schimpft :o)

Um wieder zum eigentlichen Thema zurück zu kommen (ich liebe es ja, vom Thema abzuschweifen, meine Deutschlehrerin hat mich dafür in der Schule immer kritisiert): Ich habe hier noch eine Bauernregel:

Ist’s an Lichtmess hell und rein,
wird ein langer Winter sein.
Wenn es aber stürmt und schneit,
ist der Frühling nicht mehr weit.

Bei mir hier hat heute vormittag die Sonne gescheint, danach wurde es ein bisschen diesig, aber Sturm und Schnee ist nicht in Sicht. Also nix mit baldigem Frühling? Zum Glück hab ich ja meine Wohnzimmerblüher :o)

1. Februar 2010

Mal wieder Farben

Augen faszinieren mich. Gesichter ebenso. Wenn ich mir neue Farben kaufe, male ich meist Augen, um sie auszuprobieren. So wie damals, als ich mir diese Pastellkreiden gekauft habe. Und als ich mir dieses tolle Papier in diesem kleinen Laden in der Toskana geleistet habe.  Daran merkt man, dass Kunst in Italien einen völlig anderen Stellenwert hat: Man bekommt hochwertiges Zeichen- oder Aquarellpapier ganz normal in dem Laden, in dem man Schulbedarf kauft. In der Schule wird viel mehr gemalt und gezeichnet als in unseren Schulen. Und nicht nur in der Grundschule, sondern auch in den Oberstufen.

Während meiner Jahre in der Toskana hatte ich eine Freundin, die in Carrara Kunst studierte: Angela. Sie hat mich so oft in ihre Dinge mit einbezogen, und dafür bin ich heute noch dankbar. Das Talent habe ich von meiner Mutter geerbt, und Angela hat mir die Techniken beigebracht. Ich vergesse nie, eines Tages kam sie zu mir, und sie hatte jede Menge Gipsbinden dabei, ein paar Röhrchen und einen Topf Vaseline. Sie steckte sich die Röhrchen in die Nase, fettete sich das Gesicht ein, legte sich auf meinen Küchentisch und bat mich, ihr Gesicht mit den Gipsbinden zuzugipsen. Warum? Sie brauchte einen Abdruck von ihrem Gesicht, um diese italienischen Masken aus der Commedia dell'Arte herzustellen. 

Wir hatten an diesem Nachmittag viel Spaß! Und ein paar Tage später kam sie vorbei und hat mir eine dieser Masken mitgebracht, als Geschenk. Viele Jahre habe ich diese Maske in Ehren gehalten, aber bei meinem Umzug zurück nach Deutschland ist sie irgendwo verschütt gegangen. Das bedaure ich bis heute.

Morgen ist Lichtmess

Meine Weihnachtsdeko habe ich - wie jedes Jahr - immer recht spät fertig. Deshalb darf sie - wie jedes Jahr - bis Lichtmess bleiben. Das ist morgen.

Weihnachten ist mein Lieblingsfest, und ich finde es toll, eine ganz üppige Weihnachtsdeko in der Wohnung zu haben.Aber jetzt habe selbst ich langsam, ganz langsam, das Bedürfnis, in meiner Wohnung wieder Luft zu haben. Raus mit den Weihnachtssachen und rein mit dem Frühling! Oh, verstehen wir uns richtig -  ich freue mich irre über den Schnee, der draußen (noch) liegt, und ich bedaure es sehr, dass es heute mal wieder taut. Wenn ich mich auf den Frühling freue, dann zuerst auf kleine Knospen, die sich durch den Schnee nach oben arbeiten und uns versprechen, uns bald mit ganz vielen bunten Farben zu erfreuen.

Also. Das

 

muss jetzt wieder in den Keller, auf Wiedersehen im Dezember, winke winke. Trotz immer noch Schonhaltung der linken Hand, aber das schaff ich :o)