17. Februar 2010

Trostblumen für mich selbst


Prima. Hier sitze ich also, Verfechterin einer positiven Sicht auf die Welt, und ärgere mich. Über das, was der Doc heute zu mir gesagt hat. Über den ins-Wasser-gefallenen Wochenendtrip zum Carnevale di Viareggio. Über dieses blöde Timing, das den ganzen Mist, der nun wiederholt auf mich zu kommt, überschattet.

Nein, es ist nichts wirklich Schlimmes. Nichts, was man nicht hinter sich kriegen könnte. Aber ich schlucke noch dran herum, weil ich das nicht erwartet hatte. Weil mein neuer schöner gut bezahlter total interessanter Job nun wohl doch nicht zum 1. März starten kann. Weil ich nun nochmal 4 Wochen krank geschrieben sein werde. Weil ich wieder 2 Wochen mit ohne brauchbarer Hand alles mögliche nicht tun kann. Weil. Weil. Weil.

Logisch darf ich mich ärgern. Ich darf auch schimpfend und tobend durch die Bude stampfen und Kraftausdrücke von mir geben. Das ist nicht mein Problem. Aber hier sind zwei Dinge gefragt: Geduld und Annehmen. Geduld ist ja nun gar nicht mein Ding (obwohl ich in den letzten Jahren in dieser Hinsicht wirklich viel dazu gelernt habe), und das mit dem Annehmen... hm... das dauert noch ein Weilchen (somit sind wir wieder bei der Geduld *g*).

Mal drüber schlafen. Vorher noch ein paar schöne Dinge basteln. Vielleicht malen. Meinen Lieblingstee aufbrühen.

Und heute Abend noch mit nem lieben Menschen drüber reden. Und mich dann langsam besser fühlen.

Mein Blick fällt gerade auf den rosafarbenen Blinky in meiner Seitenleiste: Das Leben ist nicht dazu da, dass man irgendwo ganz versteckt drauf wartet, dass der Sturm aufhört, sondern dazu, dass man lernt, im Regen zu tanzen.

Der Sturm wütet seit zwei Jahren ganz schön, mal heftiger, mal weniger heftig. Da krieg ich das jetzt auch noch auf die Reihe.

Und jetzt
Trostblumen.
Für mich. 
Und für alle, die sich heute geärgert haben.



Kommentare:

  1. Grad komm ich nach Hause ... und drück dich einfach mal ganz fest. Damit es dir bald besser geht ... und weil ich Tulpen so gern mag!

    Herzlich
    Ulrike

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  2. Mönsch Petra, das klingt ja nach dickem Päckle, dass du da im augenblick mit dir rumschleppst, ich muss mich mal einlesen.
    Sorry dass ich mich so spät melde, bin heute den ersten Tag einigermaßen Fieberfrei...

    Auf gehts freu mich aufs Wichteln!
    Und danke für die Tulpen, ich kann den Ausblick auf die Schneereste da druaßen schon kaum noch ertragen!

    Bis später!!

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  3. Lieben Dank ihr zwei :o)

    Heute geht es schon besser. Gestern war halt Frust. Vielleicht klappts ja doch langsam mit der Geduld :o)

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  4. du arme. supergute besserung wünsche ich dir!! ich drück dir die daumen, dass bald alles wieder gut ist!!

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  5. danke paleica!

    wenn man es genau nimmt, hab ich keinen grund, mich zu ärgern - immerhin darf ich weitere 4 wochen daheim rumfaulenzen :o)

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  6. Focus lha Ihnen dankbar für Ihren Besuch auf meiner Blog. Ihr Blog ist Fußnote 10, und adimiro Ihre Arbeit. Ich bedauere sehr, ein Opfer von Deutschland ein Paar war hier in Pernambuco in Brasilien ermordet. Es kommt zum Karneval in meinem Zustand übergeben und am Ende ermordet. Ich bin Frieden und Kampf für den Frieden in meinem Land eine Umarmung Amiga: Manoel Limoeiro von Brasilien.

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