28. September 2010

Erkenntnisse


Gestern konnte ich mal wieder ganz deutlich sehen, dass ich nicht alleine bin. Da hat mir der liebe Gott, oder vielleicht auch mein Schutzengel, doch eine ganz besondere Erkenntnis geschickt.

Nicht dass diese für mich neu wäre, nein, ich hatte nur mal wieder vergessen, auf mich Acht zu geben! Und da ist es passiert, dass in den letzten Tagen und Wochen einiges schief lief: In Gesprächen mit anderen habe ich mich oft missverstanden, ja sogar missachtet gefühlt. Es ging sogar so weit, dass es beim Umgang mit anderen Menschen an Respekt und Feingefühl mir gegenüber gefehlt hat. Sowas kann einen schon frustrieren, aber viel besser, als sich über solche Dinge aufzuregen, ist es, mal zu versuchen heraus zu finden, was denn eigentlich der Grund dafür sein könnte.

Also habe ich mich gefragt: Womit habe ich diese Leute / diese Dinge angezogen? Was habe ich ausgefressen und bekomme es jetzt als volle Breitseite zurück? (Falls Du Dich jetzt wunderst, wie man Menschen und Dinge denn "anzieht", dann möchte ich mit einem Sprichwort antworten: Wie es in den Wald hinein schreit, so schallt es auch heraus.)

Gut. Vielleicht war ich ja in der letzten Zeit ja selbst zu miesepetrig, zu aggressiv drauf. Ganz oft habe ich mich, besonders beim Auto fahren, über meine Mitmenschen geärgert und sie mit nicht sehr netten Namen bedacht. Ein paar Mal habe ich mich dabei ertappt, dass ich Menschen vorschnell "abgeurteilt" und sie ziemlich oberflächlich unter "D wie doof" einsortiert habe. Zugegeben, nicht sehr nett von mir. Auch nicht sonderlich menschenfreundlich, und schon gar nicht respektvoll oder gar achtsam.

Wen wundert's jetzt noch, dass mir da exakt das gleiche Verhalten von Anderen entgegen gebracht wird? Mich nicht, und ein bisschen schämen ist da durchaus angebracht.

Schämen allein reicht aber nicht, irgendwie entschuldigen sollte man sich schon auch, oder? Aber wie finde ich die vielen Autofahrer und gedanklich von mir Beleidigten? Gott sei Dank geht das auch einfacher: Ich entschuldige mich aus vollem Herzen in Gedanken, und den von mir so mies Beschimpften schicke ich ein herzliches "Friede sei mit dir!" Und ich gelobe Besserung und ändere ab sofort mein eigenes Verhalten.

Ich hab es erkannt: Bin ich doch wieder in die altbewährte Falle getappt und in meine alten Muster zurück gefallen! Gefahr erkannt, Gefahr gebannt, und so habe ich kurzerhand das Ruder herum gerissen und meine Richtung korrigiert. Prompt konnte ich mich gestern über ein sehr schönes Gespräch mit einer sehr netten Frau freuen, das wieder genau die Dinge zum Thema hatte, die mir normalerweise mehr entsprechen, und in dem ich wertvolle Hinweise und Anregungen einfach so geschenkt bekam. Vielen lieben Dank nochmal, Frau H. !  Außerdem fühle ich mich wieder viel besser, und die Gespräche und Begegnungen mit meinen Mitmenschen haben auch wieder eine viel bessere Qualität.



Ob der Dalai Lama auch manchmal in alte Muster zurück fällt? Falls nein, dann passiert das aber bestimmt allen anderen Menschen regelmäßig. Wer bewusst bleibt, merkt früher als andere, dass "es" schon wieder passiert ist und kann rechtzeitig gegensteuern.

Ob wir richtig gesteuert haben, sehen wir ziemlich sofort an Erlebnissen wie die, die ich oben geschildert habe.

Ein schönes Gefühl, zu wissen, dass man wieder auf dem richtigen Kurs ist!

23. September 2010

Auch in diesem Jahr wieder: Der Herbst ist da!

  Der lang erwartete Sommer konnte unsere Erwartungen nicht erfüllen, und so sehen wir den Einzug des Herbstes mit einem komischen unbestimmten Gefühl. Die wortreichen Italiener haben ein Sprichwort, das mein persönliches Gefühl hierzu sehr treffend beschreibt: Rimanere a bocca asciutta. Das beschreibt den Zustand von einem, der sich sehr auf ein leckeres Essen gefreut hat, und am Ende nichts davon bekommen hat – eben mit trockenem Mund übrig bleibt.

Was tun? Ganz einfach: Sich umdrehen und das Gesicht der Sonne zuwenden. Will sagen: Nach vorne schauen, nicht nach hinten. Gestern ist vorbei, nur noch eine Idee von etwas, das war und nicht mehr ist. Das Heute ist das Einzige, was zählt – und wieviele kunterbunten Freuden schenkt uns so ein Herbsttag!


Zu meinen ganz persönlichen Herbstfreuden gehören die bunten Blätter, die, gemeinsam mit der Sonne, die Welt in ein ganz besonderes Licht tauchen. Eine meiner Lieblingsfarben im Herbst ist das warme Orange, und so eine leckere Kürbissuppe, wie ich sie in den letzten Tagen gegessen habe, erfreut nicht nur den Magen, sondern auch die Augen. Vorfreude empfinde ich auch bei dem Gedanken an Kuschliges im Herbst: Gemütlich in eine Decke eingehüllt am Abend auf dem Sofa zu lesen und dabei meine Tee zu schlürfen, beim Spaziergang einen leichten weichen Schal um meine Schultern zu spüren, und ganz besonders schöne Gefühle habe ich bei der Vorstellung, mit Schatzi Arm in Arm durch Bozen zu schlendern, wo wir demnächst ein paar Tage verbringen werden und beide noch nie vorher waren.


Einen wunderschönen Tag uns allen,


20. September 2010

15. September 2010

Neulich in Esslingen


Neudeutsch für Anfänger.
Nicht auszudenken, was dort stehen würde,
wenn man versucht hätte,
"Thermoskanne" zu schreiben.

12. September 2010

Buntes im Herbst

Mein Wochenende war toll: Am Freitag war in unserem Ort Weinfest, dort hat eine Band gespielt, die das ganze Städtle zum Tanzen gebracht hat! Gestern, am Samstag, waren wir in Esslingen - was für ein hübsches Städtchen! Fast peinlich, dass ich das erste Mal dort war, obwohl es gar nicht so weit weg ist :o) Heute dann war in Ludwigsburg "Venezianische Messe". Ich sitze gerade an der Bearbeitung meiner Fotos, die wunderschön geworden sind. Ärgerlich nur, dass die Batterien meiner Digi den Geist aufgegeben haben, als es am Schönsten wurde! Einen meiner Lieblingsschnappschüsse zeige ich euch:


Weitere Fotos findest Du in meinem  Reiseblog.

Herrliche Farben gab es aber auch anderweitig: Schatzi hat mir am Freitag wunderschöne Dahlien mitgebracht:


Die bunten Schönheiten stehen in meinem Wohnzimmer und lassen fast vergessen, dass der meteorologische Herbst begonnen hat. Das Wetter macht einen auf Sommer, das haben wir ja im richtigen Sommer oft vermisst.

Einen schönen Abend uns allen!

8. September 2010

Spaziergang


Sonntagsspaziergang am Ende des Sommers.