7. Februar 2012

Wenn einer eine Reise tut...

Mein Tag war heute... anstrengend. Beruflich musste ich heute in unsere Zentrale fahren, die etwa 250 km von meinem Städtchen entfernt liegt, und das tue ich normalerweise mit der Bahn. Meist klappt das auch, aber heute war doch ziemlich der Wurm drin. 

Um 5 Uhr meldete mein Wecker das Ende der Schlafenszeit. Eigentlich nicht so das Problem, aber heute hat sich das angefühlt, als würde mir jemand mit der flachen Hand ins Gesicht schlagen. Grund: Ich war wohl mitten im Tiefschlaf, nachdem ich gestern Abend glockenwach im Bett lag und nicht einschlafen konnte. Naja, ich quäle mich also aus dem Bett, mach mich fertig und begebe mich pünktlich zum Bahnhof. Parkplatz gefunden, Zug kommt pünktlich - prima! Dann kommt der Zug am ersten Umsteigebahnhof an, und da stellt sich raus, dass mein Umsteigzug gestrichen ist.

Ich bleibe also sitzen und komme so an den nächsten Umsteigebahnhof, an dem ebenso Züge gestrichen sind, und das erlebe ich noch insgesamt 2 Mal. So kommt es, dass ich heute nicht nur die doppelte Zeit wie sonst unterwegs bin, sondern auch noch bei -17°C lange Zeit auf zugigen Bahnsteigen herum stehe. Mein Termin in der Zentrale muss natürlich gecancelt werden, also bin ich tatsächlich völlig umsonst auf Reisen gegangen - und ich denke, ich hätte heute morgen doch im Bett bleiben können.

Auf der Rückfahrt kam mir zugute, dass ein ICE, der über eine Stunde Verspätung hatte, gerade dann in den Bahnhof einfuhr, als ich dort eintrudelte. So war ich wenigstens relativ schnell wieder daheim.

Mein Wohlfühlprogramm für heute Abend: Gleich kommt die Wärmflasche unter die Decke, so ist mein Bett nachher kuschlig warm. Ein feines Teechen darf auf den Nachttisch, und ich werde noch ein bisschen lesen. Mehr is nich - ich bin wirklich, wirklich müde.



Morgen nochmal ins Büro, und dann ist für mich bereits Wochenende.

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